Waldforscher

Ausgangspunkt & Thema

Das Projekt setzt bei der Klimaerwärmung und dem Waldsterben im Westerwald an: Kahlflächen ehemaliger Fichtenwälder werden als sichtbares Zeichen einer tiefgreifenden Umgestaltung des Lebensraums beschrieben – mit Auswirkungen bis ins gesellschaftliche Leben.

Erzählrahmen: „Waldleben“ (Gemeinde im Wandel)

Die Seite arbeitet mit einer erzählerischen Szene: Ein Bürgermeister beruft eine Sondersitzung des Gemeinderats ein, weil Einnahmen aus dem Wald wegfallen und Aufforstung kaum finanzierbar ist. Aus der Diskussion entsteht die Idee, Flächen teilweise sich selbst zu überlassen und einen „Forscherwald“ anzulegen – verbunden mit der Frage: Was entwickelt sich, wenn der Mensch nicht eingreift?

Begegnungen & Betrachtungen (Grundschule im Wald)

Alle 3. Klassen gehen mit Begleitpersonen (u. a. Axel und Tanja) in den Wald, treffen einen erfahrenen „Waldhasen“ und erkunden den Wald mit Passepartouts und iPads: fotografieren, zeichnen, malen, sammeln. Fragen der Kinder (Bäume, Borkenkäfer, Wald als Lebensraum) werden aufgegriffen und erklärt.

Haltung & Ritual: „Etwas zurückgeben“

Zum Abschluss verteilen die Kinder Getreide im Wald – als bewusstes Zeichen der Dankbarkeit und einer veränderten Haltung gegenüber der Natur („nicht nur nehmen, sondern auch zurückgeben“).

Weiterarbeit im Atelier & Kunstunterricht

Die Eindrücke fließen in weitere Einheiten ein: Es wird weiter gezeichnet und gemalt; als künstlerischer Impuls wird Paul Klee eingebunden („Striche spazieren führen“), außerdem entstehen Studien zu Blättern und ein kleiner Film („Blätterregen“).

Erweiterung in die Gemeinschaft (Farben / Erwachsene)

Das Thema wächst über die Kindergruppe hinaus: Aus dem Projekt heraus entsteht auch ein gemeinsames Arbeiten an Farbmischungen und ein Format für Erwachsene („in Farben baden“), das als wohltuende, gemeinschaftliche Erfahrung beschrieben wird.