Konfirmationsgruppe

 

Die Jugendkunstschule Altenkirchen arbeitet seit vielen Jahren mit dem Diakonischen Werk Altenkirchen zusammen, um künstlerische Bildungsangebote mit sozialen Fragestellungen zu verbinden. In dieser Kooperation entstehen Formate, in denen kreative Prozesse Teilhabe, Ausdrucksfähigkeit und Gemeinschaft fördern – jenseits klassischer Kunstvermittlung.

Im Herbst 2013 wurden 17 Konfirmanden aus dem Kreis Altenkirchen zusammen mit Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards in der Jugendkunstschule gestalterisch tätig. Unter der Leitung von Tanja Corbach und Peter Wesselmann entstehen Wandtafeln und Tonreliefe, die nun den Flur des Standortes der Diakonie schmücken.

Für die Jugendlichen ist es eine spannende Auseinandersetzung mit der Idee der “Diakonie”, für die Jugendkunstschule ist es ein Pilotprojekt in der Zusammenarbeit mit dem Konfirmationsunterricht der evangelischen Kirche, das wir in diesem und dem kommenden Jahr fortsetzen möchten. Gefördert wurde das Projekt vom Diakonischen Werk Altenkirchen.

2015-2016. Die künstlerische Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Beratungsfeldern der Diakonie findet nun in einem weiteren Projekt kraftvollen Anklang. Konfirmanden aus den Gruppen der Ev. Kirche Altenkirchen von Pfarrer Zeidler und Matthias Gibhardt sowie Pfarrer Stefan Turk aus Birnbach kommen in die Jugendkunstschule. Tanja Corbach (bildende Künstlerin) und Axel Weigend begleiten die jungen Menschen im künstlerischen Prozess. Unter der Überschrift  LANDART werden Materialien im Wald gesammelt und in Inspiration mit Arbeiten von Andy Goldsworthy zu freien Formen und Bildern gelegt. Diese Installationen werden fotografiert und zu Karten weiterentwickelt, die im UNIKUM Regionalladen käuflich zu erwerben sind. Der Erlös wird der Jugendmigrationshilfe in Altenkirchen gespendet. Dafür haben sich die jugendlichen Konfirmanden entschieden, denn so kommt es zu einer Unterstützung für Menschen ihrer Altersgruppe.
Die gedankliche Auseinandersetzung dieses Kunstprojektes steht unter der Überschrift :  Wie sieht eine gelungene Integration in 20 Jahren aus ? Und was brauchen wir dafür? Die gesammelten Ideen finden sich in den Namen der Karten wieder und senden Zuversicht, Kraft und Neubeginn aus.

Thematik & Ansatz

  • Verbindung von Kunst und sozialer Teilhabe

  • kreative Zugänge für Menschen in herausfordernden Lebenslagen

  • künstlerische Auseinandersetzung mit persönlichen und sozialen Themen

Ablauf & Methoden

  • gemeinsame Planung mit dem Diakonischen Werk

  • Atelierworkshops und kreative Werkstätten

  • Austausch, Reflexion und Präsentation der Ergebnisse

Wirkung
Die Kooperation stärkt:

  • kreatives Selbstvertrauen

  • soziale Teilhabe und Begegnung

  • gemeinschaftliches Arbeiten

  • Erfahrungsräume über Kunst als Ausdrucksmittel